von einer die fotografiert, podcastet, kocht und nun auch noch strickt. wo man mich sonst noch so findet:

auf ravelry,
auf monikaandrae.com,
auf monis motivklingel,


 

Es war ein mal ein Spinnkurs …

… den ich im Dezember gemacht habe - im Filzball Atelier von Stephanie. Der Kurs beeinhaltete zwei Spinn-Abende á 3 Stunden. Theoretisch zumindest, praktisch haben wir jeden Abend überzogen. In Stephanies gemütlicher Spinnstube steht eine ganze Herde von Spinnrädern diverser Hersteller … ich erinnere mich an ein Majacraft Suzie (Pro?), ein Schacht Ladybug, zwei Lendrums und noch wenigstens zwei, die ich nicht zuordnen konnte.

Am ersten Abend dachte ich noch, ich lerne es nie. Die Suzie und ich passten genauso wenig zu einander, wie das Lendrum mit dem einfachen Tritt. Erst ganz gegen Ende des ersten Teils kam so etwas wie ein einigermaßen tauglicher Single auf die Spule … auf irgendeinem der Räder, die ich nicht zuordnen konnte.

Auf dem Weg nach Hause war ich total angefixt aber auch ziemlich gefrustet. Woran es wohl gelegen hat. An meiner Erkältung (mit Fieber spinnen ist wohl nur bedingt anzuraten) …, an meinen Fingern?

Ich habe dann nachts vom Spinnen geträumt und da schien alles so einfach. Ausziehen, Twist reinlaufen lassen, nachgeben. Ich habe die ganze Nacht gesponnen. Im Traum natürlich.

Am nächsten Spinn-Abend bin ich gleich ans Lendrum-Doppeltritt gewechselt. Aus dem simplen Grund, dass es mir optisch sowieso am besten gefallen hat. Und siehe da … es klappte auf Anhieb. Nix mehr von Ladehemmung, keine dicken verquasten Würmer mehr, sondern ganz ordentliche Anfänger-Singles. Vor der Abfahrt habe ich dann bei Stephanie noch ca. 120 Gramm anthrazit-farbene Merino-Fasern gekauft. Schließlich weiß man nie, wann das erste eigene Spinnrad einzieht.

Es dauerte dann noch ein kleines Weilchen, aber früher oder später zeigen sich die Folgekosten eines solchen Spinnkurses dann ganz deutlich. Am 12. Februar bei The Fold bestellt, habe ich das Corpus Delicti am 28. Februar beim Zoll Hannover-Nord ausgelöst (wo es sich seit dem 22. aufhielt). Das überaus erquickliche Telefonat mit einer der Zollbeamten wäre eine ganz eigene Geschichte …

Ein Lendrum mit Doppeltritt. Kaum aufgebaut und angesponnen haben meine Katzen es auch schon durch Kiefer-dran-reiben und daneben schlafen adoptiert.

Und seit dem spinne ich. Und es ist gar nicht so leicht für mich, eine brave Anfängerin zu sein und Geduld mit mir zu haben. An dem, was sich auf meiner Spule aufwickelt kann man recht gut sehen, in welcher Stimmung ich beim Spinnen war.

  • Angespannt von der Arbeit = Drähte mit zu viel Twist. 
  • Müde, weil ich mich nicht losreißen kann oder nicht merke, dass es an der Zeit wäre, die Spulenbremse einen Tick zu lockern = Würmer oder Fusseln mit zu wenig Twist.

Kirsten von handgefaerbt.com war mal so lieb, mir einen Kammzug, der schon ein bisschen gezauselt war und nicht mehr das volle Gewicht hatte, als Übungsmaterial zur Verfügung zu stellen. Den habe ich zuerst versponnen - am Ende des Kammzugs kam sowas heraus:

Und weil mir Pastelltöne nicht so liegen, habe ich beschlossen noch zwei Spulen mit dem Merino in Anthrazit zu füllen und die drei Singles später zu verzwirnen. Aber soweit bin ich noch nicht. Erstmal übe ich weiter Singles zu spinnen, die irgendwo in der Mitte zwischen Drähten und Würmern liegen.

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